Skip to content

Logbucheintrag: Die unheilige Allianz – Klenk, Rami und das OLG-Urteil

Datum: 27. April 2026
Status: Recherche-Update / Strategische Analyse
Thema: Mediale Machtverschiebungen und taktische Allianzen

Heute, am 27. April, erreicht die Recherche einen neuen Höhepunkt in Sachen Absurdität und politischem Realismus. Ein Instagram-Post von Florian Klenk bestätigt, was viele in der Wiener Szene als „Jiu-Jitsu der Justiz“ bezeichnen: Klenk hat gemeinsam mit Michael Rami – dem Mann, den er sonst als Inbegriff der FPÖ-nahen Klagemaschine kritisiert – einen wichtigen Sieg vor dem Oberlandesgericht (OLG) errungen.

Der Fall

Es ging um die Kernfrage der politischen Auseinandersetzung: Darf man einen Rechtsextremisten als solchen bezeichnen? Die erste Instanz hatte es Klenk noch untersagt. Doch mit Rami an seiner Seite wurde dieses Urteil nun gekippt. Ein Sieg für die Pressefreiheit, errungen durch den Anwalt, der normalerweise gegen sie zu Felde zieht.

Die Analyse

In der Redaktion und unter Beobachtern brodelt es. Die Reaktionen schwanken zwischen Bewunderung für Klenks taktisches Geschick und tiefem Misstrauen.

  • Taktik oder Verrat? Man könnte sagen: Der Zweck heiligt die Mittel. Wenn man einen Präzedenzfall schaffen will, der die Rechte der freien Presse absichert, nimmt man offenbar das schärfste Schwert, das man finden kann – auch wenn dieses Schwert sonst für die „Gegenseite“ morden geht.
  • Die moralische Kritik: In den Kommentaren und internen Notizen spiegelt sich das Entsetzen wider: „Schäm dich Klenk mit Schurken wie Rami zusammenzuarbeiten!“ hallt es durch die sozialen Netzwerke. Die Kritiker werfen ihm vor, das System, das er bekämpft, durch seine Mandatierung zu legitimieren.

Bedeutung für den Dokfilm

Diese Episode ist das perfekte Beispiel für die „Hydra der Macht“. In Wien sind die Wege kurz, die Fronten klar und doch fließend. Dass der schärfste Kritiker des Verfassungsrichters Michael Rami ihn gleichzeitig als seinen persönlichen „Medien-Bodyguard“ engagiert, zeigt, dass es am Ende nicht um Moral, sondern um die Durchsetzung von Interessen geht.

Wir werden diese Szenen als Kontrastpunkt zum Wöginger-Prozess einbauen. Während Wöginger in Linz um seinen Kopf bangt, zementiert Klenk in Wien mit Hilfe des „Systems Rami“ seine journalistische Unantastbarkeit.

Nächste Schritte:

  • Reaktionen von Rami-Mandanten (FPÖ-Umfeld) auf diesen „Verrat“ prüfen.
  • Einbau in das Kapitel „Die Architektur der Netzwerke“.